DECIPHERED: Wochenbericht zur hitze­bedingten Morta­lität Kalenderwoche 29/2026 (13.07. bis 19.07.2026) Stand:  30.07.2026

Datum: 2024-12-06

Quelle: https://www.rki.de/DE/Themen/Gesundheit-und-Gesellschaft/Gesundheitliche-Einflussfaktoren-A-Z/H/Hitze/Bericht_Hitzemortalitaet.html

Journalistische Qualität: 5/5

Einflussnahme: 5/5

Zusammenfassung

Der Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) dokumentiert die hitzebedingte Mortalität in Deutschland für die Kalenderwoche 29/2026 (13.-19. Juli 2026). Bis zu dieser Woche werden kumulativ etwa 9.800 hitzebedingte Sterbefälle geschätzt (95%-Prädiktionsintervall: 8.700-10.900), was 11,8 Sterbefällen pro 100.000 Einwohner entspricht. Der größte Anteil entfällt auf Personen ab 75 Jahren, insbesondere die Altersgruppe 85+ mit 5.420 geschätzten Sterbefällen. Die bundesweite Wochenmitteltemperatur lag in KW 29 bei 20,9°C und damit oberhalb der Schwelle von etwa 20°C, ab der ein signifikanter hitzebedingter Anstieg der Sterblichkeit erwartet wird. Das RKI-Monitoring verwendet statistische Modelle, die auf Daten der Jahre 2016-2025 basieren und den Zusammenhang zwischen Wochenmitteltemperatur und Mortalität abbilden. Aktuell liegen die beobachteten Sterbefallzahlen deutlich über den Modellschätzungen, was vermutlich auf höhere Tagesmitteltemperaturen am Ende der KW 26 zurückzuführen ist. Die geschätzte Übersterblichkeit wird momentan auf 16.000 (95%-PI: 13.900-18.100) beziffert. Der Bericht erscheint während der Sommermonate wöchentlich mit einem Verzug von 11 Tagen und nutzt Temperaturmessungen von 52 Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes sowie Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes.

Schlagzeile vs. Inhalt

Die Überschrift "Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität" mit der Angabe "Kalenderwoche 29/2026 (13.07. bis 19.07.2026)" beschreibt den Inhalt des Textes präzise und sachlich. Es handelt sich um einen technischen Berichtstitel, der die Art des Dokuments (Wochenbericht), das Thema (hitzebedingte Mortalität) und den zeitlichen Bezugsrahmen (KW 29/2026) klar benennt. Der Inhalt entspricht vollständig dieser Ankündigung: Der Bericht präsentiert systematisch Daten zur geschätzten Anzahl hitzebedingter Sterbefälle in Deutschland bis zur angegebenen Kalenderwoche, aufgeschlüsselt nach Geschlecht und Altersgruppen. Er erläutert die verwendete Methodik (statistische Modellierung basierend auf Wochenmitteltemperaturen und historischen Daten 2016-2025), zeigt die Temperaturentwicklung auf und ordnet die aktuellen Zahlen in den Kontext der Vorjahre ein. Es gibt keine Diskrepanz zwischen Überschrift und Inhalt. Die Überschrift verspricht einen sachlichen, datenbasierten Wochenbericht zu einem spezifischen Zeitraum, und genau das liefert der Text. Es werden keine Themen angerissen, die nicht behandelt werden, und der Bericht geht nicht über den durch die Überschrift gesetzten Rahmen hinaus. Die nüchterne, technische Formulierung der Überschrift spiegelt den wissenschaftlich-administrativen Charakter des Berichtsinhalts wider. Die Überschrift ist weder reißerisch noch verharmlosend. Sie wertet die präsentierten Zahlen nicht und lässt keine bestimmte Interpretation erwarten. Der Inhalt folgt diesem neutralen Ansatz konsequent durch die Präsentation von Schätzungen mit Prädiktionsintervallen, methodischen Erläuterungen und kontextualisierenden Vergleichen mit Vorjahren.

Texttyp: Bericht

Sprachlicher Modus

Der Text ist durchgehend im Indikativ verfasst und präsentiert die Informationen als feststehende Fakten und wissenschaftliche Schätzungen. Die verwendete Sprache ist sachlich, technisch und entspricht dem Stil eines wissenschaftlich-administrativen Berichts einer Bundesbehörde. Die zentralen Aussagen werden als Schätzungen mit statistischen Unsicherheitsangaben (95%-Prädiktionsintervalle) präsentiert, was der wissenschaftlichen Praxis entspricht: "Bis zu dieser Woche werden kumulativ etwa 9.800 hitzebedingte Sterbefälle geschätzt", "Die geschätzte Übersterblichkeit wird momentan auf 16.000 beziffert". Diese Formulierungen sind indikativisch, machen aber durch die Verwendung von "geschätzt" und die Angabe von Konfidenzintervallen transparent, dass es sich um modellbasierte Annäherungen handelt, nicht um exakte Messungen. Faktische Beobachtungen werden direkt im Indikativ berichtet: "Die bundesweite Wochenmitteltemperatur lag in KW 29 bei 20,9°C", "In 12 Bundesländern wurde in dieser Woche eine mittlere Temperatur über 20°C gemessen". Auch die methodischen Grundlagen werden als etablierte Tatsachen dargestellt: "Das verwendete Modell kann die in den Sommern der Jahre 2016 bis 2025 entstandenen Spitzen im Verlauf der Mortalität sehr gut erklären". Konjunktivische oder konditionale Formulierungen finden sich nur in begrenztem Umfang bei Erklärungsversuchen für Abweichungen: "Dies liegt vermutlich vor allem daran, dass das Modell nur die Wochenmitteltemperatur berücksichtigt". Auch hier wird eine Vermutung als solche gekennzeichnet, ohne den grundsätzlich indikativischen Charakter des Berichts zu verlassen. Der Text enthält keine Behauptungen im Konjunktiv, keine Zuschreibungen von Aussagen an Dritte ohne eigene Verifikation und keine spekulativen Elemente. Es handelt sich um einen datenbasierten Sachstandsbericht, der wissenschaftliche Schätzungen und Beobachtungen im Indikativ präsentiert und methodische Unsicherheiten durch statistische Angaben transparent macht.

Journalistische Qualität

Der Wochenbericht des Robert Koch-Instituts zur hitzebedingten Mortalität erfüllt die journalistischen Qualitätsprinzipien auf vorbildliche Weise. Die Transparenz ist durch klare Autorenschaft, offengelegte Methodik und zugängliche Datenquellen vollständig gewährleistet. Faktentreue, Sachlichkeit, Überprüfbarkeit und die strikte Trennung von Fakten und Bewertung werden durchgehend eingehalten – der Text präsentiert wissenschaftliche Daten in nüchterner, präziser Sprache mit vollständiger Quellenangabe und nachvollziehbarer Methodik. Die personenbezogenen Prinzipien (Schutz der Persönlichkeitsrechte, Unschuldsvermutung, Nicht-Diskriminierung) sind nicht anwendbar, da der Bericht ausschließlich aggregierte statistische Daten ohne Personenbezug behandelt. Insgesamt handelt es sich um einen wissenschaftlichen Bericht von höchster journalistischer und fachlicher Qualität, der als Referenzbeispiel für transparente, faktenbasierte und sachliche Gesundheitsberichterstattung dienen kann.

Einzelne Prinzipien

Prinzip der Transparenz: 5/5

Sehr gut

Die Transparenz ist vorbildlich erfüllt. Der Bericht stammt vom Robert Koch-Institut (RKI), einer Bundesbehörde, deren Trägerschaft, Finanzierung und organisatorische Struktur öffentlich bekannt und auf der Website dokumentiert sind. Die Autorenschaft ist klar benannt (an der Heiden M, Zacher B, RKI-Geschäftsstelle für Klimawandel & Gesundheit, Diercke M, Bremer V), und die institutionelle Verantwortung ist eindeutig identifizierbar. Die Methodik wird transparent offengelegt, einschließlich der Datenquellen (Statistisches Bundesamt, Deutscher Wetterdienst mit 52 Wetterstationen), und es werden umfangreiche Datentabellen sowie methodische Referenzen bereitgestellt. Potenzielle Interessenkonflikte sind bei einer staatlichen Gesundheitsbehörde nicht erkennbar, und die wissenschaftliche Arbeitsweise wird durch Angabe von Prädiktionsintervallen und Modellgrenzen transparent gemacht.

Prinzip der Faktentreue: 5/5

Sehr gut

Alle wesentlichen Aussagen und präsentierten Fakten im Text sind korrekt und entsprechen der Realität. Die externe Recherche bestätigt die Kernangaben des Berichts: Die Veröffentlichung des RKI-Wochenberichts am 30.07.2026 für die Kalenderwoche 29/2026 ist dokumentiert, die geschätzte Anzahl von rund 9.800 hitzebedingten Sterbefällen bis KW 29/2026 (mit dem angegebenen Prädiktionsintervall) wird durch mehrere unabhängige Medienquellen bestätigt, die bundesweite Wochenmitteltemperatur von 20,9°C in KW 29 ist verifiziert, und die Verteilung nach Altersgruppen (5.420 bei 85+, 2.460 bei 75-84, 1.260 bei 65-74, 630 bei unter 65 Jahren) wird durch Medienberichte gestützt. Die methodischen Grundlagen (52 Wetterstationen des DWD, Schwellenwert von 20°C Wochenmitteltemperatur) sind bestätigt, ebenso die historischen Vergleichszahlen für 2018 und 2019. Zahlen, Daten, Namen und Zitate sind präzise und korrekt wiedergegeben.

Prinzip der Sachlichkeit: 5/5

Sehr gut

Die Darstellung ist durchgehend sachlich und ohne emotionale Färbung. Die Sprache ist wissenschaftlich-nüchtern und verwendet ausschließlich deskriptive, fachterminologische Formulierungen ohne wertende oder dramatisierende Elemente. Zahlen und Fakten werden neutral präsentiert, statistische Unsicherheiten werden durch Prädiktionsintervalle transparent gemacht, und Modellgrenzen werden offen benannt ("Aktuell beobachten wir Sterbefallzahlen, die deutlich über den Schätzungen des Modells liegen. Dies liegt vermutlich vor allem daran, dass das Modell nur die Wochenmitteltemperatur berücksichtigt"). Der Ton ist professionell und wissenschaftlich distanziert, ohne Alarmismus oder Verharmlosung. Die Wortwahl ist durchgehend neutral und entspricht den Standards wissenschaftlicher Berichterstattung.

Prinzip der Überprüfbarkeit: 5/5

Sehr gut

Die Überprüfbarkeit ist vorbildlich gewährleistet. Alle wesentlichen Quellen sind benannt und zugänglich: Die Datengrundlagen werden explizit genannt (Statistisches Bundesamt für Sterbefallzahlen, Deutscher Wetterdienst mit 52 Wetterstationen für Temperaturdaten), und es werden direkte Links zu den Rohdaten bereitgestellt (CSV- und XLSX-Dateien für alle Tabellen und Abbildungen). Die methodische Grundlage wird durch Verweis auf peer-reviewte Publikationen transparent gemacht (Winklmayr et al. 2022 im Deutschen Ärzteblatt, an der Heiden 2025 im Epidemiologischen Bulletin). Primärquellen werden konsequent verwendet, und die Kreuzvalidierung ist durch die Parallelität zum Monitoring des Statistischen Bundesamtes gegeben. Die Schätzungen sind durch Prädiktionsintervalle quantifiziert, und die Modellgrenzen werden offen diskutiert. Leser können die Daten eigenständig nachvollziehen und überprüfen.

Prinzip der Trennung und Kennzeichnung: 5/5

Sehr gut

Die Trennung von Nachricht und Meinung ist strikt eingehalten. Der Text ist ein rein informativer wissenschaftlicher Bericht ohne meinungsäußernde Elemente. Fakten und Daten werden ausschließlich deskriptiv präsentiert, ohne subjektive Bewertungen oder Kommentare. Die einzige interpretative Passage ("Dies liegt vermutlich vor allem daran, dass das Modell nur die Wochenmitteltemperatur berücksichtigt") ist als wissenschaftliche Hypothese transparent formuliert und klar als Erklärungsversuch erkennbar. Die Autorenschaft ist eindeutig benannt, und der institutionelle Kontext (RKI als Bundesbehörde) ist klar. Es gibt keine Vermischung von Berichterstattung und Kommentar, und Fakten werden nicht als Meinungen relativiert oder Meinungen als Fakten dargestellt.

Prinzip des Schutzes der Persönlichkeitsrechte: nicht anwendbar

Nicht anwendbar

Das Prinzip ist nicht anwendbar, da die Berichterstattung keine identifizierbaren Einzelpersonen zum Gegenstand hat. Der Text behandelt aggregierte statistische Daten zur hitzebedingten Mortalität in Deutschland und präsentiert ausschließlich anonymisierte Zahlen nach Altersgruppen und Geschlecht. Es werden keine Namen genannt, keine Einzelschicksale dargestellt und keine persönlichen Informationen über Verstorbene offengelegt. Die Darstellung erfolgt rein auf epidemiologisch-statistischer Ebene ohne Personenbezug.

Prinzip der Unschuldsvermutung: nicht anwendbar

Nicht anwendbar

Das Prinzip ist nicht anwendbar, da der Bericht keine Ermittlungs- oder Strafverfahren behandelt und keine Personen beschuldigt oder verdächtigt werden. Der Text präsentiert wissenschaftliche Schätzungen zur hitzebedingten Mortalität auf Basis statistischer Modelle und epidemiologischer Daten. Es werden keine Vorwürfe erhoben, keine Schuldzuweisungen vorgenommen und keine Personen in den Kontext von Fehlverhalten oder Verfahren gestellt. Die Berichterstattung ist rein sachlich-wissenschaftlich ohne jegliche Elemente, die eine Bewertung nach dem Prinzip der Unschuldsvermutung erfordern würden.

Prinzip der Nicht-Diskriminierung: nicht anwendbar

Nicht anwendbar

Das Prinzip ist nicht anwendbar, da der Bericht keine identifizierbaren Personen oder Gruppen im Sinne geschützter Merkmale zum Gegenstand hat. Die Darstellung erfolgt ausschließlich in Form aggregierter epidemiologischer Daten, die nach wissenschaftlich relevanten Kategorien (Alter, Geschlecht) differenziert werden. Diese Differenzierung dient der sachgerechten Darstellung gesundheitswissenschaftlicher Erkenntnisse und stellt keine Diskriminierung dar. Es werden keine Stereotype verwendet, keine Gruppen stigmatisiert oder abgewertet, und die Sprache ist durchgehend neutral und respektvoll. Die Erwähnung von Altersgruppen und Geschlecht erfolgt rein deskriptiv im Kontext der wissenschaftlichen Analyse.

Kontext: Wissenschaftlich-institutioneller Kontext

Beeinflussungsanalyse

Der Wochenbericht des RKI zur hitzebedingten Mortalität ist ein Musterbeispiel rein informativer, wissenschaftlicher Kommunikation ohne jegliche persuasive Absicht. Alle acht Dimensionen erreichen die höchste Bewertungsstufe: Die Faktenbasis ist objektiv und durch externe Quellen verifiziert, die Darstellung umfassend und methodisch transparent, die Sprache neutral-deskriptiv ohne emotionale Appelle oder rhetorische Manipulation. Es gibt kein interpretatives Framing, die Argumentationsstruktur ist wissenschaftlich stringent, die Absicht vollständig transparent und es fehlen jegliche Handlungsaufforderungen. Der Text dient ausschließlich der sachlichen Information der Öffentlichkeit über epidemiologische Daten im Rahmen des gesetzlichen Auftrags des RKI.

Einzelne Dimensionen

Faktenbasis: 5/5

Objektiv

Der Bericht präsentiert ausschließlich verifizierbare, wissenschaftlich erhobene Daten zur hitzebedingten Mortalität in Deutschland bis zur Kalenderwoche 29/2026. Die Schätzung von 9.800 hitzebedingten Sterbefällen basiert auf einem etablierten statistischen Modell, das Daten von 52 Wetterstationen des DWD mit Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes verknüpft. Alle Zahlenangaben sind mit 95%-Prädiktionsintervallen versehen, die Unsicherheiten transparent machen. Die Methodik ist durch Peer-Review-Publikationen dokumentiert (Winklmayr et al. 2022, an der Heiden 2025). Die externe Recherche bestätigt die Veröffentlichung und die zentralen Zahlenangaben vollständig.

Vollständigkeit: 5/5

Umfassend

Der Bericht bietet eine umfassende Darstellung mit differenzierten Aufschlüsselungen nach Geschlecht, Altersgruppen und Bundesländern. Methodische Limitationen werden explizit benannt (z.B. dass das Modell nur Wochenmitteltemperaturen berücksichtigt, während Tagesmitteltemperaturen am Ende der KW 26 deutlich höher lagen). Die Unsicherheiten der Schätzung werden durch Prädiktionsintervalle quantifiziert. Der historische Kontext (Vergleich mit Jahren 2016-2025) ermöglicht Einordnung. Alternative Erklärungen für Abweichungen zwischen Modell und Beobachtung werden diskutiert. Datenquellen und weiterführende Informationen sind vollständig dokumentiert.

Emotionale Appelle: 5/5

Neutral

Der Text verzichtet vollständig auf emotionale Appelle und präsentiert die Daten in nüchterner, wissenschaftlicher Sprache. Selbst die hohe Zahl von 9.800 Todesfällen wird ohne Dramatisierung oder Emotionalisierung dargestellt. Es werden keine Angst erzeugenden Szenarien entworfen, keine persönlichen Schicksale geschildert und keine emotionalen Trigger eingesetzt. Die Darstellung bleibt durchgehend sachlich-analytisch und überlässt die emotionale Bewertung der Zahlen den Lesenden.

Sprache: 5/5

Beschreibend

Die Sprache ist durchgehend neutral, präzise und wissenschaftlich-deskriptiv. Es werden ausschließlich Fachbegriffe und statistische Termini verwendet (Wochenmitteltemperatur, Prädiktionsintervall, Mortalitätsrate). Der Text ist im Indikativ verfasst und präsentiert Schätzungen transparent als solche ("geschätzte Anzahl", "wird geschätzt"). Es gibt keine Wertungen, Superlative, Übertreibungen oder rhetorische Figuren. Keine Presuppositionen, keine absoluten Aussagen ohne Qualifizierer, keine stigmatisierenden Labels. Die Sprache dient ausschließlich der präzisen Informationsvermittlung.

Framing: 5/5

Ohne Framing

Der Bericht verzichtet auf interpretatives Framing. Der Titel ist rein deskriptiv ("Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität"). Es werden keine Metaphern verwendet, keine narrativen Bögen konstruiert und keine dualistischen Muster etabliert. Die Fakten werden in ihrem natürlichen wissenschaftlichen Kontext präsentiert, ohne sie in einen fremden Bedeutungszusammenhang zu stellen. Die Kategorisierung folgt wissenschaftlichen Standards (Altersgruppen, Geschlecht, geografische Verteilung). Es gibt keine Rekontextualisierung, die die Bedeutung der Daten verändern würde.

Argumentationsstruktur: 5/5

Stringent

Die Argumentationsstruktur ist wissenschaftlich stringent und logisch kohärent. Alle Aussagen sind durch Daten und statistische Modellierung belegt. Korrelationen werden nicht als Kausalität präsentiert, sondern als statistische Zusammenhänge mit expliziter Unsicherheitsquantifizierung. Die Methodik wird transparent dargelegt und auf Peer-Review-Publikationen verwiesen. Es gibt keine logischen Fehlschlüsse, keine Autoritätsargumente ohne Substanz und keine Zirkelschlüsse. Die Grenzen des Modells werden explizit benannt (z.B. Diskrepanz zwischen Modellschätzung und beobachteten Sterbefällen aufgrund von Tagesmitteltemperaturen).

Transparenz der Absicht: 5/5

Transparent

Die Absicht des Berichts ist vollständig transparent: Es handelt sich um einen regelmäßigen Monitoring-Bericht des Robert Koch-Instituts zur Information über die aktuelle hitzebedingte Mortalität während der Sommermonate. Die institutionelle Herkunft (RKI) ist klar gekennzeichnet, die Datenquellen sind vollständig offengelegt (Statistisches Bundesamt, Deutscher Wetterdienst), die Methodik ist dokumentiert und durch Publikationen nachvollziehbar. Es gibt keine versteckten Agenden oder verschleierten Interessen. Der Bericht ist eindeutig als wissenschaftliches Monitoring gekennzeichnet.

Handlungsaufforderungen: 5/5

Informativ

Der Bericht enthält keinerlei Handlungsaufforderungen. Es wird weder zu konkreten Aktionen aufgerufen noch Druck ausgeübt. Die weiterführenden Links am Ende dienen ausschließlich der Information (Hitzewarnsystem des DWD, Hinweise des BIÖG zum Verhalten bei Hitze) ohne direktive oder zwingende Elemente. Die Autonomie der Lesenden wird vollständig respektiert. Der Text erfüllt eine reine Informationsfunktion im Rahmen des Public-Health-Monitorings.

Persuasions-Metaanalyse

Absicht und Wirkung

Die Absicht des Berichts ist die regelmäßige, wissenschaftlich fundierte Information der Öffentlichkeit über die hitzebedingte Mortalität in Deutschland während der Sommermonate. Dies entspricht dem gesetzlichen Auftrag des Robert Koch-Instituts als Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Die beabsichtigte Wirkung ist die Schaffung einer transparenten Datengrundlage für Public-Health-Entscheidungen, wissenschaftliche Forschung und öffentliche Aufmerksamkeit für ein relevantes Gesundheitsthema. Der Bericht zielt nicht auf Verhaltensänderung durch Überzeugung, sondern auf Wissenstransfer durch objektive Datenpräsentation. Die tatsächliche Wirkung dürfte in der Sensibilisierung für das Thema Hitzemortalität liegen, ohne dass dies durch persuasive Techniken erzwungen wird – die Zahlen sprechen für sich.

Mildernde Umstände

Der wissenschaftlich-institutionelle Kontext des Berichts ist der zentrale mildernde Faktor: Als regelmäßiger Monitoring-Bericht einer Bundesbehörde unterliegt der Text strengen wissenschaftlichen Standards und Transparenzanforderungen. Die Genrekonventionen wissenschaftlicher Berichterstattung (Peer-Review-basierte Methodik, Unsicherheitsquantifizierung, Quellenangaben) sind vollständig erfüllt. Der Bericht ist klar als wissenschaftliches Monitoring gekennzeichnet, nicht als Meinungsbeitrag oder Advocacy. Die Veröffentlichung erfolgt im Rahmen eines etablierten, regelmäßigen Formats mit nachvollziehbarer Methodik. Zudem wird explizit auf die Verzögerung der Daten hingewiesen (9-11 Tage), was realistische Erwartungen setzt. Die vollständige Offenlegung von Datenquellen, Methodik und Limitationen entspricht höchsten wissenschaftlichen Standards.

Verschärfende Umstände

Es gibt keine verschärfenden Umstände im Sinne manipulativer oder unangemessener Einflussnahme. Die institutionelle Autorität des RKI ist legitim und entspricht seinem gesetzlichen Auftrag. Die Reichweite der Veröffentlichung (offizielle RKI-Website, Aufnahme durch Medien) ist angemessen für ein Public-Health-Monitoring von gesellschaftlicher Relevanz. Die Zielgruppe (Fachöffentlichkeit, Medien, interessierte Bürger) ist nicht vulnerabel im Sinne eingeschränkter Urteilsfähigkeit. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung (während einer Hitzeperiode) ist durch den regelmäßigen Berichtszyklus begründet, nicht durch opportunistische Ausnutzung einer Krisensituation. Die Zahlen sind zwar alarmierend hoch, werden aber ohne Dramatisierung präsentiert. Insgesamt liegen keine Faktoren vor, die die ohnehin nicht vorhandene persuasive Absicht verschärfen würden.

Über den Autor

Biografie

Der Bericht wurde von mehreren Autoren des Robert Koch-Instituts verfasst: Matthias an der Heiden, Birte Zacher, der RKI-Geschäftsstelle für Klimawandel & Gesundheit, Michaela Diercke und Viviane Bremer. Matthias an der Heiden ist Wissenschaftler am RKI und hat sich auf epidemiologische Modellierung und Mortalitätsanalysen spezialisiert. Er ist Hauptautor mehrerer wissenschaftlicher Publikationen zur hitzebedingten Mortalität in Deutschland. Die weiteren Autoren sind ebenfalls wissenschaftliche Mitarbeiter des RKI in den Bereichen Infektionsepidemiologie und Gesundheitsschutz. Detaillierte biografische Informationen zu den einzelnen Autoren sind begrenzt verfügbar.

Werdegang

Die Autoren sind wissenschaftliche Mitarbeiter am Robert Koch-Institut, der zentralen Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention. Matthias an der Heiden hat mehrere peer-reviewte Publikationen zur Methodik der Schätzung hitzebedingter Sterbefälle veröffentlicht, darunter im Deutschen Ärzteblatt International (2022) und im Epidemiologischen Bulletin (2025). Die RKI-Geschäftsstelle für Klimawandel & Gesundheit koordiniert die Aktivitäten des Instituts zu gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels. Die Autoren arbeiten in der Abteilung für Infektionsepidemiologie und im Bereich Gesundheitsschutz des RKI.


Analyse erstellt mit decipherInteraktive Version öffnen