Autor: Albertina Pangula
Datum: 2026-04-23
Quelle: https://taz.de/Iran-Demonstrationen-in-Berlin/!6173396/
Journalistische Qualität: 4/5
Einflussnahme: 4/5
Der Artikel berichtet über parallele Demonstrationen in Berlin anlässlich des Besuchs von Reza Pahlavi, dem Sohn des ehemaligen iranischen Schahs, am 23. April 2026. Rund 10.000 Menschen demonstrierten für Pahlavi und forderten die Bundesregierung auf, ihn als neues Staatsoberhaupt anzuerkennen und die Beziehungen zum iranischen Regime zu beenden. Eine Gegendemonstration mit etwa 100 Teilnehmenden lehnte Pahlavi ab und forderte die Schließung US-amerikanischer Militärbasen sowie einen Stopp der Waffenlieferungen an Israel. Der Text präsentiert Stimmen beider Seiten: Pahlavi-Unterstützer sehen in ihm einen Demokraten und die Stimme Irans, während Gegner ihn als Witzfigur bezeichnen, die seit Jahren nicht mehr im Iran war und die Bedürfnisse der Menschen nicht kenne. Die Darstellung folgt dem klassischen Muster einer Demonstrationsberichterstattung mit O-Tönen von beiden Seiten.
Die Überschrift "Retter – oder doch Mittäter?" suggeriert eine grundsätzliche moralische Bewertungsfrage zu Reza Pahlavi, die der Artikel selbst nicht beantwortet oder vertieft. Der Bericht konzentriert sich auf die Wiedergabe von Demonstrationsgeschehen und O-Tönen beider Seiten, ohne die in der Überschrift aufgeworfene Frage nach Pahlavis Rolle systematisch zu untersuchen. Die Überschrift rahmt Pahlavi in einem Spannungsfeld zwischen zwei Extrempositionen (Retter/Mittäter), während der Artikel selbst deskriptiv bleibt und verschiedene Perspektiven nebeneinanderstellt. Diese Diskrepanz zwischen der wertenden, zugespitzten Überschrift und dem eher neutral-berichtenden Artikelinhalt ist erkennbar, wobei die Überschrift eine stärkere interpretative Rahmung vornimmt als der Text selbst liefert.
Texttyp: Bericht
Der Text ist überwiegend im Indikativ verfasst und berichtet über verifizierbare Ereignisse: Demonstrationen fanden statt, Menschen äußerten sich, Polizeiangaben wurden genannt. Die zitierten Aussagen der Demonstrierenden werden in direkter Rede wiedergegeben, wodurch klar wird, dass es sich um deren Meinungen und Forderungen handelt, nicht um vom Autor verifizierte Tatsachenbehauptungen. Einzelne Behauptungen über historische oder politische Zusammenhänge (etwa die Drohung der USA, Infrastruktur zu bombardieren) werden als Aussagen von Demonstrierenden markiert, nicht als eigenständige Faktenbehauptungen des Artikels. Der Konjunktiv wird nicht systematisch verwendet, da der Text primär über das Demonstrationsgeschehen selbst berichtet, nicht über unbestätigte Vorwürfe gegen Personen.
Der Artikel zeigt insgesamt gute journalistische Qualität. Transparenz ist weitgehend gegeben durch namentliche Nennung der Autorin und die bekannte Ausrichtung der taz, Faktentreue ist hoch mit korrekten Kerninformationen und einer dokumentierten Korrektur. Die Sachlichkeit ist im Haupttext vorbildlich, wird aber durch die suggestive Überschrift leicht beeinträchtigt. Die Überprüfbarkeit weist Lücken auf, insbesondere bei der Spezifizierung von Quellen und der Anonymisierung von Zitierten. Trennung und Kennzeichnung, Schutz der Persönlichkeitsrechte, Unschuldsvermutung und Nicht-Diskriminierung sind durchgängig gut bis sehr gut umgesetzt. Hauptschwäche ist die unzureichende Quellenangabe bei zentralen Fakten.
Gut
Die Autorin Albertina Pangula ist namentlich genannt. Die taz als Publikation ist bekannt und transparent bezüglich ihrer genossenschaftlichen Struktur, Finanzierung und politischen Ausrichtung (links-alternativ), was auf der Website offengelegt wird. Der Artikel selbst enthält eine Korrektur (Teilnehmerzahl wurde von 1.000 auf knapp 10.000 korrigiert), was Transparenz über den Rechercheprozess zeigt. Polizeiangaben werden als Quelle genannt. Kleinere Lücken: Die genaue Rolle der Autorin vor Ort (war sie selbst anwesend oder stützt sie sich auf Agenturen?) bleibt implizit. Insgesamt ist die Transparenz substanziell gegeben, mit geringfügigen Unschärfen bei der Quellenlage einzelner Informationen.
Gut
Die Kerninformationen sind überprüfbar korrekt: Reza Pahlavi ist der Sohn des ehemaligen Schahs, er besuchte Berlin und nahm an einer Bundespressekonferenz teil. Die Teilnehmerzahlen (knapp 10.000 für Pro-Pahlavi-Demo, 100 angemeldet für Gegendemonstration) werden mit Quellenangaben versehen (übereinstimmende Berichte bzw. Polizeiangaben). Die Korrektur der ursprünglichen Teilnehmerzahl zeigt journalistische Sorgfalt. Zitate werden Demonstrierenden zugeordnet, nicht als Fakten des Artikels präsentiert. Kleinere Unschärfe: Die Formulierung "übereinstimmende Berichte" bleibt vage – welche Berichte genau? Die Behauptung eines Sprechers über US-Drohungen, Infrastruktur zu bombardieren, wird nicht verifiziert, aber klar als Aussage eines Demonstranten markiert. Insgesamt hohe faktische Genauigkeit bei den überprüfbaren Kernelementen.
Gut
Die Darstellung ist überwiegend sachlich und deskriptiv. Der Artikel beschreibt das Demonstrationsgeschehen, zitiert Teilnehmende beider Seiten und vermeidet eigene Wertungen. Die Sprache ist neutral ("fanden statt", "fordern", "sagt"), ohne dramatisierende oder emotionalisierende Elemente. Die Überschrift "Retter – oder doch Mittäter?" ist allerdings wertend und suggestiv, steht im Kontrast zum sachlichen Artikeltext. Einzelne Formulierungen wie "brüllen die Gegendemonstranten" (vs. "rufen Protestierende") zeigen minimale sprachliche Asymmetrie, die eine leichte Tendenz andeutet. Der Haupttext bleibt jedoch professionell distanziert und lässt beide Seiten zu Wort kommen, ohne deren Aussagen zu kommentieren oder zu bewerten.
Verwendbar
Die Überprüfbarkeit ist teilweise gegeben, weist aber erkennbare Lücken auf. Polizeiangaben werden als Quelle für die Teilnehmerzahl der Gegendemonstration genannt. Die Teilnehmerzahl der Pro-Pahlavi-Demo stützt sich auf "übereinstimmende Berichte", ohne diese Quellen zu spezifizieren – eine nachprüfbare Quellenangabe fehlt hier. Die zitierten Aussagen von Demonstrierenden sind als O-Töne erkennbar, aber nicht mit vollständigen Namen oder Funktionen versehen ("ein älterer Mann", "eine Frau", "ein Redner"), was eine unabhängige Verifikation erschwert. Die Korrektur der Teilnehmerzahl zeigt, dass Recherche stattfand, aber die Quellenbasis bleibt intransparent. Für einen Demonstrationsbericht ist die Überprüfbarkeit grundsätzlich gegeben, aber nicht optimal dokumentiert.
Sehr gut
Trennung und Kennzeichnung sind vorbildlich umgesetzt. Der Artikel ist klar als Bericht gekennzeichnet, die Autorin ist namentlich genannt. Es findet keine Vermischung von Nachricht und Meinung statt – der Text beschreibt das Demonstrationsgeschehen und gibt Aussagen der Beteiligten wieder, ohne eigene Bewertungen einzuflechten. Die zitierten Meinungen werden durchgängig als solche markiert ("erzählt", "sagt", "fordert"). Die Überschrift ist zwar wertend, aber im Kontext eines Berichts über kontroverse Demonstrationen noch vertretbar, da sie die Polarisierung der Positionen widerspiegelt. Verwandte Artikel (Kommentar, weitere Berichte) sind separat verlinkt und klar als solche gekennzeichnet. Die formale Trennung ist durchgängig gewahrt.
Gut
Die Persönlichkeitsrechte werden weitgehend respektiert. Reza Pahlavi als öffentliche Person wird namentlich genannt, was legitim ist. Demonstrierende werden anonymisiert ("ein älterer Mann", "eine Frau") und nur mit ihren öffentlich geäußerten Aussagen zitiert, was angemessen ist. Die Beschreibungen sind sachlich und nicht diffamierend. Die Überschrift "Retter – oder doch Mittäter?" ist zugespitzt, aber im Kontext einer Berichterstattung über eine polarisierte öffentliche Debatte noch im Rahmen zulässiger Meinungsäußerung, zumal sie als Frage formuliert ist und die Kontroverse abbildet. Die Darstellung einzelner Personen (etwa "ein kleiner Junge mit US-amerikanischer Flagge") ist deskriptiv ohne herabsetzende Elemente. Insgesamt angemessener Umgang mit Persönlichkeitsrechten.
Gut
Die Unschuldsvermutung wird grundsätzlich gewahrt. Der Artikel berichtet über politische Kontroversen und Meinungen, nicht über strafrechtliche Vorwürfe. Reza Pahlavi wird nicht als Täter dargestellt, sondern als umstrittene politische Figur. Die Überschrift "Retter – oder doch Mittäter?" ist zugespitzt, aber als offene Frage formuliert und bildet die Polarisierung der öffentlichen Debatte ab, ohne eine Antwort vorzugeben. Der Artikel selbst enthält keine vorverurteilenden Formulierungen. Aussagen von Demonstrierenden ("Pahlavi ist eine Witzfigur", "Kein Platz für Faschisten") werden als deren Meinungen markiert, nicht als Tatsachenbehauptungen des Artikels. Die Darstellung bleibt neutral und vermeidet Schuldzuweisungen. Kleinere Abzüge für die suggestive Überschrift, die eine moralische Schuldfrage aufwirft.
Sehr gut
Der Artikel ist frei von diskriminierender Sprache. Personen werden nach ihrer Nationalität (Iraner, Deutsche), politischen Position (Pro-Pahlavi, Gegendemonstranten) oder als Demonstrierende beschrieben, ohne stereotype oder abwertende Zuschreibungen. Geschlechter werden neutral erwähnt ("Männer und Frauen"). Ethnische, religiöse oder andere geschützte Merkmale werden nicht stigmatisierend verwendet. Die Darstellung beider Demonstrationsseiten erfolgt ohne Herabsetzung aufgrund von Gruppenzugehörigkeiten. Die Sprache ist durchgängig respektvoll und sachlich. Keine Hinweise auf diskriminierende Muster oder Formulierungen.
Kontext: Journalismus-Kontext
Der Artikel zeigt insgesamt eine informierende Darstellung mit selektiven Elementen. Die Faktenbasis ist solide, beide Seiten der Kontroverse werden ausgewogen präsentiert, und die Sprache ist überwiegend neutral. Emotionale Appelle und Handlungsaufforderungen fehlen weitgehend. Die Hauptschwäche liegt in der suggestiven Überschrift, die Pahlavi in einem moralischen Extremspektrum rahmt, ohne dass der Text diese Rahmung einlöst oder vertieft. Die Argumentationsstruktur ist kohärent, die Absicht transparent. Insgesamt überwiegt die sachliche Information, mit moderaten Rahmungseffekten durch die Überschrift.
Korrekt
Der Artikel stützt sich auf verifizierbare Fakten: Reza Pahlavis Besuch in Berlin, die Bundespressekonferenz, die Demonstrationen und deren Teilnehmerzahlen sind belegbar. Polizeiangaben und übereinstimmende Berichte werden als Quellen genannt. Die Korrektur der Teilnehmerzahl zeigt Sorgfalt. Zitate von Demonstrierenden werden als deren Aussagen markiert, nicht als Fakten präsentiert. Kleinere Unschärfen: Die Formulierung "übereinstimmende Berichte" bleibt vage, und einzelne Behauptungen von Demonstrierenden (etwa über US-Drohungen) werden nicht verifiziert, aber klar als Zitate gekennzeichnet. Die Faktenbasis ist solide, mit geringfügigen Lücken bei der Quellenspezifizierung.
Ausgewogen
Der Artikel präsentiert beide Seiten der Kontroverse: Pro-Pahlavi-Demonstrierende und Gegendemonstrierende kommen jeweils mit mehreren O-Tönen zu Wort. Die Forderungen beider Seiten werden dargestellt (Anerkennung Pahlavis vs. Schließung von US-Basen). Historischer Kontext (Pahlavi als Sohn des Schahs) wird knapp genannt. Kleinere Lücken: Die Hintergründe von Pahlavis Besuch, seine konkreten Aussagen auf der Bundespressekonferenz und die Position der Bundesregierung werden nicht vertieft. Alternative Perspektiven innerhalb der iranischen Diaspora (jenseits der beiden Demonstrationen) fehlen. Die Darstellung ist für einen Demonstrationsbericht ausgewogen, könnte aber mehr Kontext bieten.
Zurückhaltend
Der Artikel selbst enthält kaum emotionale Appelle. Die Darstellung ist sachlich und deskriptiv. Emotionen werden durch die zitierten Demonstrierenden transportiert ("Lang lebe der Sohn vom Schah", "Hoch die internationale Solidarität", "meine Menschen nicht mehr zerbombt werden"), aber klar als deren Aussagen markiert. Die Überschrift "Retter – oder doch Mittäter?" ist emotional aufgeladen und dramatisierend, steht aber im Kontrast zum nüchternen Haupttext. Der Artikel vermeidet Angstmache oder übermäßige Dramatisierung. Die emotionalen Elemente stammen primär aus den Originalzitaten, nicht aus der redaktionellen Darstellung.
Überwiegend neutral
Die Sprache ist überwiegend neutral und deskriptiv ("fanden statt", "fordern", "sagt", "erzählt"). Der Artikel verwendet Indikativ für verifizierbare Ereignisse. Minimale sprachliche Asymmetrie: "rufen Protestierende" (Pro-Pahlavi) vs. "brüllen die Gegendemonstranten" – letzteres klingt leicht abwertender. Die Überschrift "Retter – oder doch Mittäter?" ist wertend und suggestiv, rahmt Pahlavi in einem moralischen Extremspektrum. Keine Stereotypen, Feindbilder oder dehumanisierende Sprache. Keine absoluten Ausdrücke oder manipulative Rhetorik im Haupttext. Die Sprache ist professionell und weitgehend ausgewogen, mit Abzügen für die tendenziöse Überschrift.
Moderat
Die Überschrift "Retter – oder doch Mittäter?" rahmt Pahlavi in einem dichotomen Spannungsfeld zwischen zwei moralischen Extremen, ohne dass der Artikel diese Frage beantwortet oder vertieft. Diese Rahmung ist suggestiv und lenkt die Interpretation, bevor der Leser den Text gelesen hat. Der Artikel selbst folgt einem ausgewogenen Demonstrationsbericht-Muster: beide Seiten werden dargestellt, O-Töne werden neutral wiedergegeben. Die Rahmung durch die Überschrift ist erkennbar, wird aber im Text nicht systematisch verstärkt. Keine durchgängigen Metaphern oder narrativen Bögen, die eine bestimmte Interpretation erzwingen. Die Rahmung ist moderat, primär durch die Überschrift, weniger durch den Haupttext.
Solide
Der Artikel ist als Bericht strukturiert, nicht als Argumentation. Er präsentiert Fakten (Demonstrationen fanden statt) und Aussagen von Beteiligten, ohne selbst eine These zu vertreten. Die Darstellung ist logisch kohärent: Einleitung (Demonstrationen), Kontext (Pahlavis Besuch), Pro-Seite, Contra-Seite, jeweils mit O-Tönen. Keine erkennbaren logischen Fehlschlüsse. Die Überschrift wirft eine Frage auf, die der Artikel nicht beantwortet – dies ist keine logische Inkohärenz, aber eine strukturelle Diskrepanz. Korrelationen werden nicht als Kausalitäten präsentiert. Die Struktur ist für einen Demonstrationsbericht angemessen und nachvollziehbar.
Offen
Die Absicht des Artikels ist erkennbar: Berichterstattung über Demonstrationen anlässlich von Pahlavis Besuch. Die taz als links-alternatives Medium ist bekannt, und ihre grundsätzliche Haltung ist transparent. Der Artikel selbst gibt sich als neutraler Bericht, was weitgehend zutrifft. Kleinere Unschärfe: Die suggestive Überschrift könnte eine versteckte Agenda andeuten (Pahlavi kritisch zu rahmen), die im Text selbst aber nicht dominant wird. Keine versteckte Werbung oder verdeckte Parteinahme. Die Absicht ist überwiegend transparent, mit leichten Abzügen für die Diskrepanz zwischen Überschrift und Textinhalt.
Informativ
Der Artikel enthält keine Handlungsaufforderungen. Er berichtet über die Forderungen der Demonstrierenden (an die Bundesregierung), ohne selbst zu Aktionen aufzurufen. Die Spendenaufrufe und Abo-Angebote der taz sind klar als solche gekennzeichnet und vom redaktionellen Inhalt getrennt. Der Artikel respektiert die Autonomie der Leser vollständig und präsentiert Informationen ohne Druck oder Manipulation. Rein informative Darstellung ohne persuasive Handlungsappelle.
Die erkennbare Absicht des Artikels ist es, über ein aktuelles politisches Ereignis (Demonstrationen zu Pahlavis Besuch) zu informieren und verschiedene Perspektiven darzustellen. Die wahrscheinliche Wirkung auf Leser ist eine Kenntnis der Kontroverse um Pahlavi innerhalb der iranischen Diaspora in Deutschland. Die Überschrift könnte bei Lesern eine kritische Haltung gegenüber Pahlavi vorprägen, indem sie ihn als potentiellen "Mittäter" rahmt, bevor der Text gelesen wird. Der Haupttext selbst wirkt ausgewogen und ermöglicht Lesern, sich ein eigenes Bild zu machen. Die Gesamtwirkung ist primär informativ mit einem moderaten Rahmungseffekt durch die Überschrift.
Der Artikel ist klar als Bericht gekennzeichnet, die Autorin ist namentlich genannt, und die taz als Publikation ist transparent bezüglich ihrer Ausrichtung. Die Darstellung im Haupttext ist ausgewogen und lässt beide Seiten zu Wort kommen, was die suggestive Wirkung der Überschrift abschwächt. Die Korrektur der Teilnehmerzahl zeigt journalistische Sorgfalt. Der Artikel vermeidet eigene Wertungen und beschränkt sich auf die Wiedergabe von Aussagen. Die Überschrift ist als Frage formuliert, nicht als Behauptung, was ihre Wirkung etwas mildert. Insgesamt überwiegt die sachliche Berichterstattung die tendenziösen Elemente.
Die taz hat als etabliertes Medium mit breiter Leserschaft eine gewisse Autorität und Reichweite, was die Wirkung der Rahmung durch die Überschrift verstärkt. Die Überschrift wird in Suchmaschinen, Social Media und Artikelvorschauen prominent angezeigt und prägt die Wahrnehmung, bevor der ausgewogene Haupttext gelesen wird. Die Diskrepanz zwischen der suggestiven Überschrift und dem neutralen Text könnte als subtile Meinungslenkung interpretiert werden. Die Zielgruppe (politisch interessierte Leser) ist zwar nicht besonders vulnerabel, aber die Rahmung eines politischen Akteurs als potentiellen "Mittäter" ohne substantielle Begründung im Text ist problematisch. Die institutionelle Plattform verstärkt die Wirkung der Rahmung.
Informationen zur Autorin nicht verfügbar
Urteil: verifiziert
Die Behauptung wird durch mehrere Quellen eindeutig bestätigt. Reza Pahlavi ist der älteste Sohn des ehemaligen Schahs von Iran, Mohammad Reza Pahlavi [1]. Dies wird in verschiedenen Quellen konsistent bestätigt, die ihn als 'Sohn des ehemaligen Schahs' [5] [8], 'ältester Sohn des Schahs' [2] und 'Schah-Sohn' [3] [4] [7] bezeichnen. Sein Vater Mohammad Reza Pahlavi war der letzte Schah von Iran, der 1979 gestürzt wurde und ins Exil floh [6] [7]. Reza Pahlavi wurde am 31. Oktober 1960 in Teheran geboren und war damaliger Kronprinz [1] [2]. Er lebt heute im US-Exil [3] [4] [7].
Urteil: verifiziert
Die Behauptung wird durch mehrere unabhängige Quellen vollständig bestätigt. Reza Pahlavi besuchte am Donnerstag Berlin [1] [4] [5] [8] und trat in der Bundespressekonferenz auf [2] [3] [6]. Konkret wird berichtet, dass er um zehn Uhr im Saal der Bundespressekonferenz vor Hauptstadtjournalisten auftrat [3]. Nach Verlassen des Gebäudes der Bundespressekonferenz wurde er von einem Kritiker mit Tomatensaft bespritzt [2]. Der iranische Exilpolitiker stellte sich in der Bundespressekonferenz den Fragen [6]. Alle Quellen bestätigen eindeutig, dass der Besuch am Donnerstag stattfand und die Bundespressekonferenz Teil seines Programms war.
Urteil: unbestätigt
No search results found for this claim
Urteil: verifiziert
Die Behauptung wird durch die Suchergebnisse klar bestätigt. Quelle [2] berichtet explizit, dass laut Polizei eine Einzelperson eine Spontan-Demonstration am Hermannplatz in Berlin-Neukölln angemeldet hatte und dabei grob geschätzt hatte, dass etwa 100 Leute erwartet wurden. Der Artikel trägt den Titel 'Berlin: 100 Leute wurden zur Anti-Nazi-Demo erwartet' und bestätigt damit direkt die Angabe von 100 angemeldeten Menschen für die Gegendemonstration. Tatsächlich kamen dann deutlich mehr Teilnehmer als ursprünglich angemeldet.
Urteil: verifiziert
Die Suchergebnisse bestätigen eindeutig, dass die Bundesregierung Reza Pahlavi bei seinem Besuch in Berlin nicht empfangen hat. Mehrere Quellen berichten übereinstimmend, dass der Sohn des letzten Schahs im Iran nicht von Vertretern der Bundesregierung empfangen wurde [1] [4] [8]. Der Spiegel berichtet, dass die Bundesregierung Distanz hielt [3], und die Tagesschau erwähnt, dass sich Außenminister zurückhaltend zum Besuch äußerte [2]. Obwohl Pahlavi im Bundestag empfangen wurde und Gespräche mit Außenpolitikern mehrerer Fraktionen führte [5], fand kein Treffen mit Regierungsvertretern statt [6]. Pahlavi selbst beklagte diese Situation als 'eine Schande' [7]. Die Behauptung wird durch alle verfügbaren Quellen konsistent bestätigt.
3/3 Quellen bestätigt, 0 widersprochen, 0 teilweise, 0 nicht gefunden
Urteil: übersprungen
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Urteil: verifiziert
Die Aussage im Artikel ist ein direktes Zitat aus der verlinkten Quelle. Der Text 'Am Donnerstag war Reza Pahlavi in Berlin, der exilie...' findet sich wortwörtlich am Ende der Quelle als Teaser für einen weiteren Artikel von Lisa Schneider mit dem Titel 'Iraner Reza Pahlavi in Berlin - Viele Appelle, keine Lösungsvorschläge'. Die Quelle bestätigt die Aussage vollständig.
Urteil: verifiziert
Die verlinkte Quelle ist ein Kommentar mit dem Titel 'Der Prinz, der sich zum Narren machte' und bestätigt die Aussage direkt. Der letzte Satz des Kommentars lautet wörtlich: 'Pahlavi wollte sich der deutschen Presse als fähigen Staatsmann präsentieren. Seine Redezeit nutzte er, die Journalisten vor den Kopf zu stoßen.' Dies ist exakt die im Artikel zitierte Aussage.
Urteil: verifiziert
Die Aussage im Artikel wird durch die verlinkte Quelle bestätigt. In der Quelle findet sich ein Artikel mit der Überschrift 'Iraner Reza Pahlavi in Berlin - Viele Appelle, keine Lösungsvorschläge' von Lisa Schneider, der genau die im Artikel zitierte Aussage enthält: 'Am Donnerstag war Reza Pahlavi in Berlin, der exilierte Sohn des gestürzten iranischen Schahs. Die Bundesregierung empfing ihn nicht. Er war sauer.' Diese Information wird auch im Hauptartikel der Quelle gestützt, wo eine Sprecherin des Auswärtigen Amts bestätigt, dass kein Treffen mit dem Außenminister geplant war.
Urteil: übersprungen
Link ist keine überprüfbare Inhaltsquelle (Social Media, Shop, etc.)
Analyse erstellt mit decipher – Interaktive Version öffnen